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Legenden und Irrtmer

 

 

 

Thomas Kliebenschedel

 

 

Die geflgelte Rakete ( A7, A9, A4b )

 

Aus dem Windkanal der Aerodynamischen Versuchsabteilung des Luftschiffbau Zeppelin 1939 zum ersten

berschallschnellen Gert mit Pfeilflgel am 24.01.1945

 

Die Geburtsstunde der Flgelrakete drfte wohl im Juni 1939 gewesen sein, ein Mitarbeiter aus Riedels Konstruktionsbro Kurt Patt, schlug damals vor die Bewegungsenergie die eine Rakete vom Typ des A4 nach Brennschluss hatte, in aerodynamischen Auftrieb umzusetzen. Mit Hilfe von Flgel knnte so die Reichweite des A4 mit einem Schub von 25 Tonnen auf 550 km verdoppelt werden.

( Michael J. Neufeld, Die Rakete und das Reich 1999)

 

Daraufhin begann man im Unterschall- Windkanal der Zeppelin Werft in Friedrichshafen, in dem man bereits schon Untersuchungen an der Aerodynamik des A4 durchfhrte Untersuchungen an verschiedenen Flgel- und Leitwerksformen.

Die berschalltaugliche Aerodynamik ist neben der Kreiselstabilisierten Steuerung und dem um Wernher von Brau entwickelten Antrieb die dritte zwingend notwendige Komponente einer Rakete . Die Aerodynamik besitzt grundstzlich den gleichen Stellenwert wie der Antrieb !

Diese Untersuchungen lieferten die Grundlagen der aerodynamischen Form des A4 und die Basis fr aller spteren berschalluntersuchungen in Peenemnde die , die Ergebnisse der Untersuchungen in Friedrichshafen weitgehend besttigen.

 

Im Bericht der Versuchsreihe 600/201 ist als Blatt 49 eine Zeichnung b.z.w. Diagram der Normalkraftverteilung des A4 Rumpfkrpers ohne Leitwerke enthalten.

Die Zeichnung entstand in der Versuchsabteilung des Luftschiffbau Zeppelin, ist signiert und auf den 27.10.1939 datiert ! Die Versuchreihe lief bist 1942, (Quelle : Air Documets Division AMC Wright Field R3629/F983) Der Windkanal wurde bei einer Bombardierung durch die Alliierten in der Nacht vom 20.6 auf 21.6.1943 zerstrt.

 

 

 

 

Model des A4 ca. 1939 1940 im Windkanal der Aerodynamischen Versuchsabteilung des Luftschiffbau Zeppelin. Irrtmlicherweise werden diese Aufnahme immer noch Peenemnde zugeordnet. Das es der Windkanal bei Zeppelin ist wurde aber von mir inzwischen eindeutig Belegt . (U.S. NATIONAL ARCHIVES ARC Identifier 65483 / Local Identifier 342-USAF-17339 Reel 37, eine genaue Datierung des Filmes war bisher nicht mglich, die Untersuchungen wurden im Herbst 1939 begonnen )

 

Originaltext aus dem Film, aus dem die oben gezeigten Windkanalbilder stammen :

 

Die gnstigste Formgebung der Rakete wurde in eingehenden Windkanalversuchen ermittelt. Da die Rakete anfangs langsam, zuletzt aber mit der doppelten Geschwindigkeit eines Infanterie- Geschosses fliegt, mussten Messungen bei den verschiedenen Windgeschwindigkeiten erfolgen.

Im groen Windkanal der Werft des Zeppelin Luftschiffbau in Friedrichshafen, wird ein neues Modell untersucht. Die Antriebsschraube des Windkanals luft an.

Das drehbar aufgehngte Modell wird zunchst ausgelenkt, bei dem loslassen des Halters schwingt es in seine stabile Lage im Windstrom ein . So werden, die fr die Steuerungsform wichtigen stabilitts- und Dmpfungseigenschaften des Modellkrpers ermittelt.

Da der Raketenstrahl die Strmung um den Krper beeinflusst, wird er durch einen mit hoher Geschwindigkeit austretenden Pressluftstrahl nachgebildet.

 

 

Die Ergebnisse dieser Untersuchungen bildeten die Grundlagen zum berschallschnellen Flug. In den 1940 stattfindenden Windkanalversuche mit Rumpfkrpern, an denen Flgel mit verschiedenen Pfeillungen angebracht wurden, bezeichnete man damals dieses Projekt als A4 Gleiter. Anfang Januar 1941 lag dann die endgltige aerodynamische Form des A4- Gleiters fest und wurde als A4 v 12/c bezeichnet. Die Berechnungen der Flugbahn wurde von Institut fr Praktische Mathematik der T.H. Darmstadt durchgefhrt. ( Bericht 21.1.1941 DM) Parallel zum A4- Gleiter der Form A4 V 12/c wurde 1940 mit der Entwicklung der Form A4 V13 begonnen, die als zweite Stufe fr ein zweistufen- Aggregat zur Verwendung kommen sollte . Die Form A4 V13 unterschied sich gnzlich von der Form des A9 ( FE 1604 )

 

 

A4V13e links, A4v12c rechts Kaum zu erkennen, Luftaufnahme des durch mehrere Bomben- Volltreffer zerstrten Windkanal 1943

 

Zu welchen Zeitpunkt aus dem A4 Gleiter das A9 wurde lst sich zur zeit nicht genau nachvollziehen. Parallel zur konstruktiven Entwicklung des A4 Gleiters wurde als Vorversuch fr den A4- Gleiter ( A9 ) eine mastblich verkleinerte Version gefertigt die als Basis das A5 hatte und als A5 V 12/c bezeichnet wurde . Diese Konstruktion bekam die Projektbezeichnung A7. Bereits Anfang 1941 waren die Vorbereitungen fr erste Tests des A5 V 12/c im laufen. ( Bericht 21.1.1941 DM ) Fr die Vorversuche mit dem A5 Gleiters ( A7 ) wurden Anfang 1942 zunchst 3 Gerippe bei der Fa. Zeppelin bestellt und 5 weitere in Aussicht gestellt. Im Mai 1942 wurde diese Bestellung um weitere 3 Gerippe fr Startversuche und 7 Gerippe fr Abwurfversuche erweitert . ( Bericht 16.5.1942, BAMA RH 8 1959 ) Im Oktober 1942 fand dann der erste probe Abwurf von einem Flugzeug aus, statt. Dieser Versuch fhrte aber zu einem Misserfolg, da auf grund starker Unterkhlung der Sammler nicht funktionierte. Im gleichen Monat wurde auf Anordnung von Oberst Zassen alle weiteren Versuche mit dem A7 und dem A9 eingestellt. ( Schreiben 11.8.1944 von W.v.B.)

 

A4V12c Windkanalmodel bei Zeppelin 1940 ( Man beachte die Luftruder ( Segel ) am Leitwerk ! )

 

Reichweitendarstellung des Gleitaggregat A4 V12 / c nach den ersten Berechnungen 1941

 

 

 

Ausschnitt aus einem Original Dokument vom 21.1.1941 zum stand der Entwicklung der Gleitaggregate am 1.1.1942.

Hier wird eindeutig besttigt dass, das oben aus dem Windkanalversuch 600/178 gezeigte Modell ( A4 V 12 c ) die letzte ( endgltige )

Entwicklungsstufe der Gleitaggregate darstellt.

 

 

Wiederaufnahme des A9 Projektes

 

Ab Juni 1944 konnte Roth das Projekt A9 kriegsbedingt wieder aufnehmen , die Windkanalversuche konnten aber erst ab Oktober 1944 beginnen . ( Schreiben 11.8.1944 von W.v.B. DM )

 

 

Dieser Ausschnitt aus dem Originalschreiben vom 6.9.1942 belegt das, das A9 die Form A4 V12c hatte. Alle anderen Aussagen sind Folglich nicht korrekt !

1:1 Model des A9 ( A4V12c ) ( alias A4b ? ) in Peenemnde 5.1.1945 Bild B 10/45 B 12/45

 

 

 

Am Heck deutlich zu erkennen, sind die groen Ruder wie sie fr das Versuchsmuster A4V12c typisch war und es eindeutig vom A4b unterscheidet !

 

Da in der Nacht vom 17 auf den 18.8.1943 die Versuchsanstalt Peenemnde, und kurz zuvor die A4 Nachbauwerke in Friedrichshafen und Wiener- Neustadt massiv Bombardiert wurde, entschloss man sich die Fertigung des A4 so wie die Peenemnder Entwicklungsabteilungen bombensicher zu verlagern. Am 25.8.1943 war als U-Verlagerung fr F1 einige Hhlen bei Saarbrcken im Gesprch, am 26.8.1943 wurde aber dann beschlossen ein Zusammenbauwerk in den Kohnstein bei Niedersechswerfen zu verlagern. Die Peenemnder Entwicklungs- und Versuchseinrichtungen sollten unterirdisch an den Ebensee nach sterreich verlagert werden. Das zunchst unter den Decknamen Kalk bezeichnete Projekt wurde am 8.12.43 von Kammler in Zement umbenannt.

Aus einer Niederschrift von 2.2.1944 ist zu erfahren das Versuchseinrichtungen fr die A9 und Wasserfall Entwicklung errichtet werden sollen. In einem Schreiben von Wernher von Braun am 21.7.44 wird dieses Vorhaben besttigt. Es wird unter anderem eine Dnnblechnerei, eine statische Versuchshalle, Steuerungslaboratorium mit Schwingtischanordnung und eine Versuchsmontage genannt, die fr die A9 Entwicklung in Zement vorgesehen ist. Auf grund der Dringlichkeit wollte man die aerodynamische Entwicklung des A9 auf ein Minimum reduzieren und an der bisherigen Grundform festhalten und am Endwurf A4 V12 c nichts mehr ndern. Allerdings bedurfte das Leitwerk einer eingehenden aerodynamischen Bearbeitung. Mit endsprechenden Messungen wurde im Sep. 1944 die Wasserbau- Versuchsanstalt Mnchen beauftragt. Fr die ersten Versuchsmuster des A9 wurde in Besprechung vom 28.9.1944 ein Senkrechtstart mit geringer Umlenkung empfohlen da der hierfr bentigte Momentanbedarf fr die noch nicht technisch gelste Rudermaschine nicht all zu gro ist. ( Schreiben 6.9.1944. , DM ) Ein erster Start des A9 wurde fr den Anfang 1945 vorgesehen. ( Bericht 28.9.1944 Roth, DM )

 

Das A4b

Am 10. Oktober kam dann der Vorschlag von W.v.Braun an stelle des A9 einen Bastard aus A4 und A9 Teilen zu fertigen , das A4b . Aus der Besprechung vom 13.10.1944 geht hervor dass, das erste Baulos A die Bezeichnung V1b bis V10b haben sollte, das Baulos B V11b bis V15b und C ab V16b . Die ersten 10 Gerte waren ohne Strahlruder und Trimmsegel und fr eine gesteuerte Flugdauer von 60 sec. vorgesehen. ( Bericht 13.10.1944 Riedel III , DM )

A4b mit Trapezflgel ( nach Zeichnung B 2092 b )

Aus dem Protokoll der selben Besprechung geht hervor das zur untersuchten Pfeilflgelform eine neue Flgelform vorgeschlagen wurde die nun als Trapezesflgel bezeichnet werden soll. Fr diese Version des A4b sollen zwei Modelle gefertigt werden die in der Zeichnung B 2092 b als A4/F2/L1/R3 mit Flgelansatz am Trennspant und A4/F3/L1/R3 mit angesetzter Flgelkante, benannt werden.

In der Besprechung vom 24.10.1944 wurde dann beschlossen zunchst 5 Bastart-Versuchsgerte ( V1b bis V5b ) zu erstellen. Die Segel ( Ruder ) sollten vergrert und die Segelwelle verstrkt werden. Eine weitere nderung sollte der Ersatz des B-Stoff-Behlters aus Alu , gegen einen aus Mipolan getrnkter Baumwollbehlter sein. Auf die V-Stellung der Flgel konnte man nach den Untersuchungsergebnis im Windkanal verzichten.

In der Besprechungsniederschrift vom 4.12.1944 wird mitgeteilt dass, das erste von 5 Muster das A4b mit Pfeilflgel seit dem 1.12.1944 fertiggestellt ist und die Muster mit Trapezflgel in Vorbereitung seien .

Vorderseite Rckseite

A4b G1 auf Prfstand 10 Peenemnde 1945

 

 

 

Die Erstausfhrung A4b wurde durch folgende Ausrstung gekennzeichnet:

 

Textilbehlter, A-Stoffbehlter ohne seitliche Fhrungsbeschlge, Rudermaschine K 12/60 in Tandemanordnung, Mischgert entsprechen Wasserfall, d.h. Drall fr alle 4 Ruder, keine Trimmsegel, Stabilisator SG 66, jedoch mit verndertem Programm, bodenseitige Aggregateinspeisung ber Stotzstecker. wie A9 keine Strahlruder, Trapezflgel mit 45 Peilung, (Bericht 21.1.1941, Bericht 24.10.1944 DM )

 

 

In etwa dieser Konfiguration wurde am 27.12.1944, 11:13 Uhr, vom Prfstand X das erste A4b b.z.w. die Bastard Version, als "G1" bezeichnet und vom EW Werk Sd hergestellte Exemplar gestartet. Das Aggregat hob uerst schwerfllig ab, neigte sich sofort stark nach Flosse II und fing an zu drallen, legte sich dann, nachdem es eine Hhe von etwa 30 m erreicht hatte, fast waagerecht und fiel ungefhr 400 m von der Abschussstelle entfernt in den Schilfgrtel vor dem Prfstand X. Das Gert G1 muss als Steuerungsversager angesehen werden.

 

 

Das nchste Model des A4b Bastards Baureihe B, Ausfhrung B, Hersteller MW mit der Serienbaunummer 17543, startete am 24.01.1945, 13:00 Uhr erfolgreich vom Prfstand X. Nach dem Abheben war der Flug ruhig, im absteigenden Ast in der 215. Flugsekunde erfolgte dann der Flgelbruch und Mehrere darauf folgende Explosionen. Der Spitzeneinschlag in der Nhe der Greifswalder Oie, ca. 13 km vom Strand. ( Schreiben Reinhold Krger, Peenemnde 2003 )

 

 

Die Krnung der Reichweitensteigerung war aber die Kombination von Gleitaggregat und einer Trgerstufe, dem A10 die wie bereits genant aus der Abteilung von Dipl. Ing. Ludwig Roth stammte. Die erste Version sah eine Kombination des A10 mit 100 t Schub und dem Gleiter A4 V13 vor . Diese Kombination sollte eine Reichweite von 2500 km haben . Eine andere sptere Version dieses Zweistufenaggregat, gerne als AMERIKARAKETE bezeichnet, sollte aus einer Leistungsstarken ersten Stufe mit einem 180 Tonnen Gasl-Salpetersure Triebwerk bestehen die eine zweite Stufe auf eine Hhe von 190 km befrdern sollte. Die zweite Stufe, wiederum ein Gleiter der Version A4 V13 wre dann mit einem 30 Tonnen Gasl-Salpetersure Triebwerk ausgestattet gewesen. Dise wre in 190 km Hhe gezndet worden und htte sich dann von der ersten gelst. Fr die Entwicklung des 180 Tonnen Triebwerkes schlug Thiel am 18.12.1941 zwei Parallele Entwicklungen vor. Die eine mit einer Bndelung von 6 x 30 Tonnen Triebwerke und ein Einzeltriebwerk mit 180 Tonnen. Angenommene Reichweite wurde mit 5500 km angegeben. Fr die Endwicklung der ersten Stufe ( A10 ) schtzte er 3 Jahre . Auch dieses Projekt musste zu Gunsten des A4 eingestellt werden !

 

 

 

Florian Freunds Missverstndnis: A9 = Interkontinentalrakete ?!

 

Interkontinentalraketen- Entwicklung bei in Zement bei Ebensee

 

In der Publikation von Florian Freund, KZ Ebensee. Auenlager von Mauthausen, hrsg. v. Dokumentationsarchiv des sterreichischen Widerstandes, Wien 1990, ist folgender Textabschnitt zu finden :

....] Die Absicht, noch im Sommer 1943 die Produktion in den Serienwerken aufzunehmen, wurde durch alliierte Luftangriffe zunichte gemacht. Ohne dass die Alliierten von der Raketenproduktion wussten, griffen amerikanische Luftstreitkrfte am 13. August 1943 zum ersten Mal Wiener Neustadt an. Damit war die trgerische Sicherheit dahin, dass die sdstlichen Reichsgebiete "Luftschutzkeller des Reiches" bleiben wrden. Da wenige Wochen zuvor auch das Raketenwerk in Friedrichshafen am Bodensee bombardiert worden war und schlielich in der Nacht vom 17. auf den 18. August 1943 ein Angriff auf die Heeresanstalt Peenemnde erfolgte, entwickelte die NS-Fhrung hektische Aktivitten. Nach lngeren Verhandlungen zwischen Rstungsminister Speer, Hitler und Himmler wurde Ende August 1943 beschlossen, die bestehenden Serienwerke aufzulsen und die Raketenfertigung in einem einzigen unterirdischen Werk zu zentralisieren. Am 26. August 1943 beschlossen Speer, Hans Kammler (Chef des Bauwesens der SS und damit zustndig fr die Bauten in den Konzentrationslagern, von Himmler zum Sonderbeauftragten fr Baufragen der A4-Fertigung ernannt), Walter Dornberger (von der Heeresversuchsanstalt Peenemnde), Gerhard Degenkolb (vom Sonderausschuss A4) und Karl Otto Saur (Hauptdienstleiter im Rstungsministerium), die Einrichtung des Serienwerkes in Stollen bei Nordhausen. Gleichzeitig wurde entschieden, die Serienfertigung und Entwicklung vllig zu trennen und ein neues unterirdisches Werk fr die Forschung und Entwicklung zu errichten, in dem die "Amerikarakete", so die Bezeichnung der geplanten Interkontinentalrakete, und die Flakrakete "Wasserfall" unter der Leitung von Wernher v. Braun entwickelt werden sollten. Der Beschluss zum Bau eines unterirdischen Forschungswerkes wurde getroffen, ohne dass berprft worden wre, wie lange der Bau einer solchen Anlage und vor allem wie lange die Entwicklung der geplanten Waffen dauern wrde. Ein geeigneter Standort wurde Mitte September 1943 bei Ebensee in Obersterreich gefunden. Dieses Projekt, das die Tarnbezeichnung "Zement" erhielt, war neben den Stollen bei Nordhausen ("Dora/Mittelbau") das zweite groe unterirdische Bauvorhaben fr Raketen und der erste Neubau einer unterirdischen Anlage, den die SS im Auftrag des Ministeriums Speer und des Heeres durchfhren sollte.[.....

Einen hnlichen von Wolfgag Quatember stammenden Text findet man auf der Webseite des Zeitgeschichte Museum Ebensee :

Das KZ-Lager Ebensee wurde als Auenkommando des KZ Mauthausen errichtet. Am 18. November 1943 trafen die ersten Hftlinge in Ebensee ein. Bis zur Fertigstellung der ersten Baracken wurden sie in einer Lagerhalle der Weberei untergebracht. Um die Existenz des Lagers zu verschleiern, benutzte die SS die Tarnnamen Zement, Kalk, Solvay und Kalksteinbergwerk. Zweck der Errichtung des SS-Arbeitslagers war der Bau riesiger unterirdischer Fabrikhallen zur Forschung und Entwicklung der A9/A10 Interkontinentalrakete durch den rcksichtslosen Arbeitseinsatz von KZ-Hftlingen. Der ursprngliche Plan musste spter aufgrund der Prioritt anderer kriegswichtiger Produktionen aufgegeben werden. Fertige Teile der Stollenanlagen wurden zur Erzeugung von Treibstoff (Stollenanlage A) und Fertigung von Motorteilen fr Panzer und LKW der Steyr- Daimler-Puch- und Nibelungenwerke (Stollenanlage B) genutzt. Die Treibstoffproduktion aus Rohl startete am 4.2.1945 im Rahmen des Geilenberg Programms. In ca. 16 Monaten wurden unter Hftlingseinsatz insgesamt 7,6 Kilometer unterirdische Anlagen errichtet.

 

Als Quelle fr die unterstrichenen Passagen findet man bei Freund den Verweis auf einen Bestand des Bundesarchiv Freiburg mit der Signatur RH 8 1210. Dabei handelt es sich um die Entstehungsgeschichte des Versuchsserienwerkes Peenemnde, Band V und VI

Dort ist unter anderem dieser Text zu finden :

Anderen wesentliche oder detaillierte Hinweise auf eine geplante A9 Entwicklung in Zement ist in diesem Bestand nicht zu finden. Dis betrifft insbesondere eine A10 Entwicklung als erste Stufe des zweistufigen Aggregat . Wie oben beschrieben handelt es sich bei dem A9 um ein mit Flgel ausgestattetes Aggregat 4 das eine Reichweite von maximal 550 km erzielen kann. Unverstndlich ist daher das von Florian Freund und von Wolfgag Quatember das A9 zu einer Interkontinentalrakete hoch stilisiert wird !

Eine Anfrage bei von Dr. Wolfgag Quatember ergab bisher keinen Hinweise auf eine Quelle die besttigen wrde das in Zement eine Interkontinentalraketen- Entwicklung geplant gewesen sei !

Stand : 23.8.2007

 

Was sonst noch nicht stimmt !

Eigenartiges aus dem Internet :

 

 

Die Kombination eines A4b und des A10 gab es nicht, allerdings gibt es eine Flugbahndarstellung von 1941 ( B 113/ 41 BSM ) der die Kombination (A10 ?) + A4 V12 c als Grundlage hat !

 

 

Das Originalbild ist von Mark Wade ?, allerdings sind die Angaben nur teilweise richtig !

Quelle : http://www.astronautix.com/lvs/a9a10.htm und http://www.betten-24.de/a9-a10.htm

 

Der unterschied zwischen A9 und A4b ist leicht am Segel ( Ruder ) zu erkennen .

Entgegen dem A9 wurde am A4b ein normales A4 Heck verwendet an den die Segel

vergrert wurden .

 

 

Neues :

 

 

Bisher noch nicht gezeigtes Model eines A4 Gleitaggregat.

Diese Form ist das dritte Modell neben den zwei bekannten entwrfen des A4 Gleitaggregates, das parallel zu den

anderen beiden 1941 entstanden ist und beim Luftschiffbau Zeppelin in Friedrichshafen untersucht wurde.

 

 

W.v.B. = Wernher von Braun

DM = Deutsches Museum Mnchen

FE = Fort Eustis

BAMA = Bundesarchiv- Militrarchiv Freiburg

 

 

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2004 Thomas Kliebenschedel

 

Text und Textinhalte wurden vom Autor aus eigener Archivrecherche erarbeitet. Bei Verwendung der Textinhalte auch auszugsweise ist auf den Autor Thomas Kliebenschedel zu verweise