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A4 (V2) Raketenfertigung in Friedrichshafen

1942-45

 

 

 

 

 

Die Entwicklung des Antriebes des A4

 

Die Brennkammer ( Ofen )

 

Der wichtigste Teil einer Rakete ist der Antrieb, da sich die Rakete in einem luftleeren Raum bewegen knnen muss, in dem herkmmliche Antriebssysteme versagen und nebenbei eine bestimmte Beschleunigung erreicht werden muss um diesen Raum berhaupt zu erreichen, bedurfte es einer neuen Art des Antriebes. Um den Raketenantrieb zu verstehen, muss man sich nur das Verhalten der meisten Atome b.z.w. Molekle vorstellen, je nach Temperatur bentigen die Atome einen bestimmten Abstand zueinander . Mit Ausnahme von Wasser, wissen wir das der Abstand der Atome bei niedrigster Temperatur am geringsten ist, erhht man die Temperatur, beginnen sie zu schwingen . Da nun die Atome b.z.w. Molekle sich nicht nur anziehen sonder bei der Unterschreitung eines bestimmte Abstand auch abstoen, bentigen sie mit der Temperatur abhngigen Schwingung mehr Platz . Solange nun die Atome den von ihnen bentigten Raum ungehindert einnehmen knne, ihn also ausdehnen, ndert sich am Umgebungsdruck nichts . Hindert man nun die Atome daran, den durch eine Temperaturnderung bentigten Platz einnehmen zu knnen, entsteht eine Spannung zwischen den Atomen. Die Spannung zwischen den Atomen steigt mit zunehmenden Raumbedarf der sich erwrmenden Atome. Dieses Verhalten der Atome ntzt man nun fr verschiedene Technische Anwendungen, die am leichtesten zu verstehende drfte die Dampfmaschine sein. Hierzu wird Wasser derart verwrmt das es sogar den Aggregatzustand ndert und weit ber 100 C hinaus aufgeheizt wird. Das ganze geschieht in einem geschlossenen Raum, so das der Mangel an Raum , sich durch ein Anstieg des Druckes im Raum zur Umgebung des Raumes, anzeigt. Entlst man nun durch eine ffnung die Atome in einem Raum mit niedrigerem Druck und stellt vor diesen noch ein Hindernis ( Kolben ) wird dieser durch die Entspannung der Atome davon gedrckt und beschleunigt. Die Kraft der sich gegenseitig abstoenden Atome wirkt nun nicht nur auf den Kolben, sondern auch auf den Raum , aus der diese austreten und den Atomen selbst. Dies funktioniert selbst in einem luftleeren Raum, da die Atome durch ihre Masse eine Trgheit der Beschleunigung entgegen bringen. Was nichts anderes heit, als das sich die Atome von sich selbst als Hindernis abstoen . Diese Eigenschaft wird im luftleeren Raum dahingehend ausgentzt, das sich in die eine Richtung die Atome von sich selbst abstoen und in die andere Richtung gegen den Austrittsbehlter wirken und diesen beschleunigen wie den Kolben in einer Dampfmaschine. Natrlich kann dieser Kolben nur entsprechend der Geschwindigkeit der davon strebenden Atome beschleunigt werden, daher versucht man ein mglichst hohe Geschwindigkeit der Atome zu erreichen. Dis geschieht zum einen durch den Druck in einem Raum und zum anderen durch die Form der ffnung, durch das man die Atome aus dem Raum in den drucklose Umgebung entlst. Das A4 war eine fr damalige Verhltnisse groe Rakete, die ein entsprechendes Gewicht besa. Um dieses Gewicht berhaupt vom Boden zu bekommen errechnete man eine Schubkraft von mindestens 25 Tonnen ! Mit den ersten Projektarbeiten an der Fernrakete A 4 wurde daher eine Versuchsdse/ Brennkammer in Auftrag gegeben die diese 25 Tonnen Schub abgeben konnte, diese wurde dann nach anderthalb Jahren Entwicklungszeit geliefert . Bei diesen Antrieben verwendete man nun nicht Wasser als Medium, sonder produzierte in einem Reaktionsbehlter Molekhle die bei ihrer Entstehung sehr viel Temperatur abgaben und das mit einer hohen Prozessgeschwindigkeit, die nahe an eine Explosion im herkmmlichen sinne von Sprengstoff, heran kam . Diese Reaktionskammer wurde sinngem als Brennkammer oder Ofen bezeichnet. In Kummersdorf wurde dann ab Herbst 1936 unter der Leitung von Dr. Walter Thiel begonnen dieses Triebwerk mit 25 Tonnen Schub zu entwickeln , man arbeitete damals bereits an einer entsprechenden Brennkammer . Der Aufbau der Brennkammer bestand aus einem Einspritzsystem fr den Treibstoff, den Verbrennungsraum und zuletzt dem Austritt fr das durch die Verbrennung des Treibstoffes entstandenen Gases der in seiner Form als Laval-Dse ausgebildet ist. Das Konzept entsprach der Kegel-Dse, die von Herman Opert erfunden wurde und als Basis der meisten Entwicklungen diente. Von dieser Dse gab es damals schon einige Varianten mit verschiedenen Einspritzkonzepten. Das Prinzip des Flssigkeitsantriebes basiert darauf , das in eine Brennkammer getrennt der Brennstoff und ein Oxidator eingespritzt und nach der Vermischung verbrannt wird. Ursprnglich wurden verhltnismig starke Treibstoffstrahlen unter Druck gegeneinander gespritzt . Beim Aufeinander prallen zerstubte der Treibstoff und wurde dann mehr oder weniger gleichmig in der Brennkammer Verbrannt. Bei dem Triebwerk des A4 werden ca. 125 kg Treibstoff je Sekunde verbrannt, dabei wird dieser in der Brennkammer auf ca. 2660 C erwrmt. Durch den schnellen Temperaturanstieg dehnt sich das gebildete Verbrennungs- Gas fast so schnell wie eine Explosion aus. Nun hat die Brennkammer eine ffnung mit einem Durchmesser von 40 cm, durch das sich der Verbrannte Treibstoff, der immer noch ein gewicht von 125 kg hat, durch zwingt und in einen sich ffnenden Trichter begibt. Trotz der relativ groen ffnung, durch die eine Erwachsene Person passt, entsteht in der Brennkammer ein konstanter Druck von ca. 14,5 at . Der Druck wird nun durch den Trichter ( Dse ) an die Umgebung abgegeben. Diese Dse hat eine speziellen parabolischen Form in dem ein Effekt entsteht der die Ausstromgeschwindigkeit des Gases mit abnehmenden Druck auf berschallgeschwindigkeit ansteigt lsst . ( Laval Dse ) Die 125 kg Verbrannter Treibstoff wird dort auf eine Geschwindigkeit von ca. 2000m/sec. beschleunigt. Daraus lsst sich durch die Berechnung Masse x Geschwindigkeit eine Kraft errechnen die damals zu Kilogramm b.z.w. Tonnen ungerechnet wurden und die 25 t Schub des A4 ergaben . Auf diese Weise erhlt man eine Schubimpuls der ausreicht eine 12,7 t schwere Rakete vom Boden zu heben und zu beschleunigen.

 

Abb. 6. Schematische Darstellung einer Brennkammer mit Dse

 

Um eine restlose Verbrennung des vergasten Treibstoffes vor dem Eintritt in die Ausstrmdse zu erreichen, waren die Brennkammern in der Baulnge immer lang gehalten worden. Die Gasanalyse besttigte diese Manahme, allerdings war die Verbrennung in der Brennkammer nicht homogen dadurch blieb die Leistung unbefriedigend.

 

Dr. Walter Dornberger regte damals an statt des aufeinander prallen der Flssigkeitsstrahlen, eine feinste Vernebelung der einzelnen Treibstoffe durch geeignete Zentrifugal-Einspritzdsen zu erreichen und diesen aus den beiden Treibstoffen gebildeten Nebel nach dem Mischen zum Verbrennen zu bringen. Thiel versuchte nun, dise feinste Vernebelung zu erreichen und eine rumliche Trennung der Einspritzdsen zum Verbrennungsraum durch zu fhren. Damit erreichte man neben einer besseren Vernebelung auch einen Schutz der Messing Einspritzdsen vor den Temperaturen in der Brennkammer. Diese Manamen ermglichten eine Krzung des der Versuchsbrennkammer von ursprnglich 2 m auf gerade noch 30 cm !

Die neue Versuchsbrennkammer fr 1,5 Tonnen Schub, die nach einem Jahr betriebsreif wurde besttigten dann die Richtigkeit dieser Manamen . Die Ergebnisse verblfften: 2100 m/sec Ausstrmgeschwindigkeit wurde gemessen, nur 4,5 g/kp/sec betrug der Verbrauch !

 

 

Abb. 7.

Abb. 8. 2 mm Drall oder Zentrifugal-Dse ( B-Stoff Dse )

( Sammlung : V2Werk-Oberraderach.de )

 


Abb. 9.
6 mm Drall oder Zentrifugal-Dse

 

Neben den Messing Dsen, experimentiert man auch mit anderen Werkstoffen:

Abb. 10/11. Links: Dralldse aus Eisen, rechts aus Kupfer .

 

 

Fr den flssigen Sauerstoff verwendete man eine zentral sitzenden Zerstuber ebenfalls aus Messing, den A-Stoff Zerstuber.

 

A Stoff Zerstuber eines A5 Experimenteller Versuchszerstuber

 

Abb. 12/13. Links: A4 A-Stoff Zerstuber ( rechts, ein experimenteller Zerstuber aus Eisen, wie er aber nie zur Anwendung kam !)

 

 

 

Nach Erkenntnis von Dr. Olaf Przibilski entwickelte sich die Mischkpfe des A4 aus dem des A5, b.z.w. der 1,5 t Mischkopf wurde am A5 getestet . Bei den nachfolgenden Bild links unten handelt es sich um die Reste eines A5 Ofen dessen Einspritz- und Mischungssystem dem der A4 Brennkammer entspricht, damit drfte es sich um das bergangsstck von A5 ( ursprnglich A3 Triebwerk ) zum A4 handeln. Die beiden Bilder rechts zeigen einen Mischkopf fr einen Versuchsofen Ofen mit mehreren Tpfen .

 

Mischkopf ( Topf ) aus der 1,5 t Brennkammer eines A5 ? und im Zustand vor der Zerstrung

 

Verschiedene experimentelle Mischdsen

 

Mischkopf aus einem Ofen mit mehreren Tpfe

( Sammlung Olaf Prizibilski )

Abb. 14/15. Entgltiger Mischkopf mit eingesetzten Zentrifugaldsen und A-Stoff Zerstuber

 

Im Mischkopf wurden unterschiedliche Drall-Dsen mit 2 und 6 mm ffnungen, zustzlich befanden sich im Mischkopf 1 mm Brennstoff und Schleierffnungen.

 

 

 

 

Ein anschlieend entwickeltes 4,5-Tonnen-Triebwerk mit 3 aufgesetzten Mischkammern des gleichen Typs zeigt, dass die Leistung bei greren Einheiten nicht abfiel. Noch aber war eine wesentliche Schwierigkeit zu berbrcken. Durch die besserte Verbrennung stieg die Verbrennungstemperatur, die Khlflche dagegen aber war kleiner geworden. Fr den Schutz der Brennkammer brachte dann Dipl. -Ing. Phlmann die Lsung, als er vorschlug, zwischen den heien Verbrennungsgasen und den Brennkammerwnden eine Isolationsschicht nach dem Gesetz der Verdampfungskhlung durch den Treibstoff selbst zu schaffen. So entstand die Film- oder Schleierkhlung durch den aus zahlreichen winzigen Bohrungen an den besonders gefhrdeten Querschnitten austretenden Alkohol an den Brennkammerwnden, der das betriebssichere Arbeiten der spteren A 4-Brennkammer erst ermglichte. Nach dem nun ein Leistungsstarkes Triebwerk mit endsprechender Betriebssicherheit zur Verfgung stand , besprach man das eigentliche 25 t Triebwerk. Wernher von Braun regte damals an , einfacher halber die Leistung der Geforderten 25 t durch die Bndelung von 18 dieser 1,5t Einspritzkpfe zu erreichen. Darauf hin wurde eine Brennkammer gefertigt auf dessen Deckel 18 Einspritzkpfe in zwei Parallelen Kreisen aufgesetzt waren. Die Brennkammer bestanden in einer weiteren Stufe der Entwiklung im Gegensatz zu allen bisherigen Brennkammern nicht aus Leichtmetall, sondern aus verschweitem dnnem Stahlblech. Damit war das Brennkammerproblem fr die Fernrakete im Prinzip gelst.

Am 21.3.1940 brannte auf dem Prfstand 1 fr rund 60 Sekunden der erste 25 t Ofen und ffnete damit den Weg zur ersten Grorakete .

 

 

Erfolgreicher Brenntest auf dem Prfstand 1 mit einer 9 t Brennkammer mit 6 Mischkpfe a 1,5 t

 

 

Einer der ersten 18 Topf fen, vollstndig aus Aluminium / Brennkammer einer der ersten Prototypen des A4 Baureihe A

 

 

 

 

Brennkammer der Baureihe A 1942 Oberteil der Brennkammer Baureihe A im HTI Peenemnde

 

Vollstndiges Triebwerk der Baureihe A 1942

 

 

Fr eine Serienfertigung allerdings hielt man dieses Triebwerk nicht geeignet, da der Ofenkopf nach wie vor aus Alu gefertigt war und mit seinen 18 Einspritztpfen als zu aufwendig angesehen wurde. Um dieses zu ndern arbeitete man an einem Ofenkopf der eine spezielle Mischdse ( Ringspaltdse ) enthielt. 1941 begann man mit Versuche ein A4 A Triebwerk, mit Visol und Salpetersure auf 30 Tonnen Schub zu steigern. Bei den Brennversuchen wurde der Ofendruck bis auf 40 At ( 13 bis 14 At bei der V2 ) und einer Tatschlichen Ausstrmgeschwindigkeit von 2100 m/sec erreicht. 3000 M/sec. wollten sie erreichen! Ziel dieser Entwicklung war ein leistungsstarkes Triebwerk mit einer Leistung von 30 Tonnen Schub fr das A4 ( spter A8 ) und 6 x 30 Tonnen fr das A10.

 

Das A10 ursprnglich ein Einzelaggregat sollte in einer Studie die Erste Stufe einer Interkontinentalrakete darstellen und das A4 die zweite Stufe. Die oft verwendete Begriffsbestimmung A9-A10 nicht eindeutig und stammte wohl aus dem allgemeinem Nachkriegs- Sprachgebrauch ! Die eigentliche Bezeichnung fr die Kombination aus geflgelten zweiten Stufe und dem A10 als erste Stufe , war zweistufiges- Aggregat . Die Sogenannte Amerika Rakete wie sie heute genant wird, drfte wohl nie gebaut worden sein . Dem entgegen lautenden Berichten sollte man nicht so ernst nehmen, da sich kaum einer der Publizisten dieser Geschichten mit der tatschlichen Entwicklung dieser Technik befast hat . Die meisten sind nicht einmal im Stande die wesentlichen Technischen Merkmale im Detail darzustellen !

 

 

 

Abb. 17/18 Serien- Heizbehlter der Baureihe B

 

Entwicklung des Mischdsenofens mit Ringspaltdse

 

Neben dem Peememnder 18 Topf-Ofen wurde damals in Dresden an der Technischen Hochschule unter Professor Georg Beck an einem revolutionrem Einspritzkonzept fr die Brennkammer gearbeitet . Dieser Ofen an dem ein gnzlich anderes Verfahren der Einspritzung und Vermischung der beiden Treibstoffkomponenten zur Anwendung kam, bot nach dem Krieg fr die Russen und die Amerikaner die eigentlichen Grundlagen fr eine erfolgreich Triebwerksentwicklung. Aus Dokumenten des Bundesarchivs in Freiburg ist zu entnehmen, das diese Brennkammer Injektor als Serien-Brennkammer fr die Baureihe B vorgesehen war, aber dann wohl erst 1945 in der Baureihe C ihre Verwirklichung erfahren htte.

 

Auszug aus der Niederschrift ber die Arbeitsgruppenbesprechung der Arbeitsgruppe III Triebwerk, am 28.7.1942

 

Thema : Entwicklungsstand, Nullserien-Anlauf, Stand der Rohstoffumstellung und Vorbereitung zur Groserie:

 

Die Entwicklung des Mischdsenofens ist noch nicht abgeschlossen. Es wurden bisher 5 Mischdsenfen mit 8 verschiedenen Mischdsen gebrannt. Grundstzlich hat sich die Brauchbarkeit der Ringmischdse fr den vorgesehenen Zweck erwiesen, jedoch sind bei den bisherigen Versuchen noch Entwicklungspannen durch Schwingungserscheinungen aufgetreten. Die Ursache der Schwingungserscheinungen ist geklrt und soll durch Neukonstruktion einer Dse beseitigt werden. Die Gemischbildung /Ausstrmungsgeschwindigkeit) reicht bei den bisherigen Versuchen an die des 18-Topfofens noch nicht heran, kann aber voraussichtlich noch verbessert werden, so das der Ofen auf gleiche Leistung kommt. Fr die weitere Entwicklung der Mischdse wird etwa ein Bedarf von 3 Monaten ( 1.10.1942 ) geschtzt.

 

Weiter heit es in dem Bericht :

 

Am 1.10.1942 muss Endscheidung ber die Ausfhrung der Mischdse b.z.w. ber eine Weiterfhrung von 18-Topfgerten gefllt werden.

 

Geplant war fr das A4 Baureihe B mit totaler Umstellung auf Alternative Werkstoffe ( z.B. das ersetzen von Alu durch Stahl ) fr die Groserie das Versuchsmuster Nr. A4 V15. Dieses Muster wurde aber wahrscheinlich nicht realisiert, da auch der Mischdsenofen nicht zur Serienreife gelangte ! An stelle des Mischdsenofens wurde der 18 Topfofenkopf, der fr die Versuchsmuster aus Alu gefertigt wurde gegen einen aus Stahl ersetzt. Dieser wurde nicht aufgeschraubt , sondern mit dem Ofen- Unterteil verschweit .

 

 

Offensichtlich wurde das Ziel einen Ofen mit Ringspaltdse zur Serienreife bis zum 1.10.1942 zu entwickeln nicht erreicht. An Stelle des Ringspalt-Mischdsenkopfes wurde nun am 18 Topf- Mischkopf die Umstellung auf Stahl durchgefhrt und das Verschrauben des Kopfs mit dem Unterteil durch Verschweien ersetzt, was eine erhebliche Vereinfachung der Herstellung bedeutete.

 

Auszug aus der Gertebeschreibung vom 1.2.1945

( Achtung Datei ist 1 MB gro, download dauert ca. 3 Minuten ! )

 

1945 Wurde das Projekt mit dem Mischdsenofen nochmals aufgenommen, neben den Ringspaltdse wurden noch verschiedene Bohrloch- Injektoren angefertigt .

 

Verschieden Injektoren (Sammlung Olaf Prizibilski) A4 Triebwerk mit Mischdsenofen 1942 (Bild B531/42 BSM)

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Darstellung des Gertes A4 mit Mischdsenofen von 1942 ( B 564/42 BSM )

 

Heinz Bringer entwickelte aus dem Prinzip der Ringspaltdse das Triebwerk fr die Viking die erstmals am 8.4.1971 einen Schub von 55 Tonnen erbrachte, spter wurde mit Viking III 73,5 Tonnen Schub erreicht ! Neben Der Entwicklung der Ringspaltdse fr den Mischkopfofen arbeitete man noch an einer zweiten Lsung die Bohrungsmischdse die bereits frher in etwa 100 Versuchen bei 4 t-fen erprobt wurde. Mitte 1942 waren 3 Erprobungsmuster fr 25 t Schub vorhanden.

Nach dem zweiten Weltkrieg entstanden bei den Alliierten Forschungszentren die, die Technik des A4 Untersuchten. Auch in Lndern die nicht unmittelbar von erbeuteten Technologie profitieren konnten, gab es Versuche hinter das Geheimnis des Antriebes zu kommen. Aus dieser Zeit gibt es eine ganze Reihe von Fachpublikationen mit mehr oder weniger erfolgreichen Berechnungen und berlegung zur Raketentechnik. Die meisten Publikationen aus der Zeit bis 1952 sind meist spekulativ und zeugen von wenig Sachkenntnis, eine Ausnahme bietet das SDV Fachbuch von Josef Stemmer,

Raketenantriebe erschienen im Druck und Verlagshaus AG , Zrich 195, unter der Mitwirkung von Dr. Ing. Eugen Snger und Dipl. Ing. Heinz Gartmann. Obwohl zu diesem Zeitpunkt dem Autor keine der Peenemnder Unterlagen zu Verfgung stand, beinhaltet dieses Buch eine Vielzahl von Beschreibungen und Berechnungen, die der Tatschlichen Gegebenheit sehr nahe kam. Anschlieend ein Auszug zur Leistungsberechnung der Brennkammer des A4 . Auch in diesen Berechnungen ist deutlich festzustellen das, das A4 Triebwerk wie es in Massen Produziert wurde ein beiweiten noch nicht ausgereiftes System darstellte! Genau genommen fertigte man nichts anderes als einen Laboraufbau das ein Minimum der geforderten Leistung erbrachte !

 

 

 

 

 

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